„Deutsch, emanzipiere Dich!“ – Wie eng Sprache und Realität zusammenhängen (Ein Kommentar)

Da ist sie wieder, die Emanzenkultur, schleicht sich unauffällig von hinten an und vergreift sich dieses Mal sogar an der deutschen Sprache – unerhört! Alles muss man umändern, einführen, verkomplizieren, auf alles muss man achten, nur um jede mögliche Art der Diskriminierung oder Vernachlässigung zu vermeiden. Wenn man so viel auf Sprache achtet, verstünde man sie ja womöglich nicht mehr, da es doch so schwer ist, mehr als ein Geschlecht aktiv in die Sprache zu integrieren. Mehr muss ich dazu nicht sagen, oder? Sie merken es ja selbst: Sprache und Gleichberechtigung, das ist so ein Thema. Es ist keine neue Debatte, doch abgeschlossen ist sie keinesfalls. Immer wieder aufs Neue streitet man sich darüber, ob es nun reicht, ständig das generische Maskulinum zu verwenden und es damit zu begründen, die Frauen seien doch mitgemeint. Doch reicht es Frauen heute, im 21. Jahrhundert tatsächlich lediglich mitgemeint zu sein?

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„Man muss diese Chance ergreifen!“

Zwanzig Parteien – zwanzig Listen: zwanzig Konzepte, Politik in Stuttgart zu machen.

Am Sonntag finden neben die Gemeinderatswahlen statt. Da einem das Ganze auf den ersten Blick ziemlich kompliziert erscheinen kann, gibt es hier die paar wichtigsten Infos:

Beim Kumulieren hat man die Möglichkeit mehrere Stimmen auf einen Kandidaten abgeben zu können, um dessen Position innerhalb einer offenen Liste zu verbessern. Panaschieren bedeutet,  seine Stimmen auf Kandidaten verschiedener Listen zu verteilen.

Um euch ein paar Anreize zu geben und diejenigen unter euch, die nicht wählen gehen wollen, obwohl sie jetzt die erste Möglichkeit dazu haben, doch noch zu überzeugen eure Stimme abzugeben, habe ich ein kleines Interview mit einem Erstwähler geführt: Felix Teichmann (10b) teilt seine Meinung mit euch.

Wieso gehst du wählen? Weshalb findest du es im Allgemeinen wichtig, dass man wählen geht (besonders im Erwachsenenalter)?

„Weil es die einzige Möglichkeit ist, in diesem Land aktiv mitzubestimmen, deshalb muss man diese Chance ergreifen. Ich finde es nicht richtig, dass man sich beschwert und trotzdem nichts dazu beiträgt, dass sich etwas ändert.“

Sollte man so früh wie möglich wählen gehen?                                                                                                     

„Man muss selber wissen, ob man reif genug ist, wählen zu gehen. Ich finde es außerdem nicht richtig, sich von seinen Eltern beeinflussen zu lassen. Man sollte nur wählen gehen, wenn man sich wirklich mit Politik auseinandergesetzt hat und sich dadurch auch seine eigene Meinung bildet.“

Welche Parteien sagen dir am meisten zu und wieso?

„An erster Stelle die Grünen, weil sie die essentiellen Probleme wie z.B. Klimapolitik und Sozialpolitik behandeln. Auch wenn die beiden Parteien im Kontrast zueinander stehen, stimme ich auch mit der FDP überein, da ich wirtschaftlichen Fortschritt heutzutage für sehr wichtig halte.“

Wieso sind dir gerade diese Themen so wichtig?

„Weil sie uns alle betreffen und nicht nur gewisse Gruppierungen, was die Klimapolitik betrifft, da sie auch die Leben der folgenden Generationen beeinflusst.“

Würdest du dir wünschen, dass das Wahlalter bei der Europawahl auch auf 16 herabgesetzt wird?

„Nein! Ich bin der Meinung, dass Jugendliche – auch wenn es Ausnahmen gibt – nicht die Reife und Bildung besitzen, so eine wichtige Entscheidung zu fällen. 18 ist durchaus jung genug, um wählen zu gehen und wäre die Jugend nicht so politikverdrossen, würde sich in Europa einiges ändern.“

Meinst du nicht, dass das Herabsenken des Wahlalters dazu beitragen könnte, dass Jugendliche mehr Interesse an Politik haben?

„Nein, denn der erste Schritt wäre, dass die Regierung mehr Anreize für Politik setzt und politische Bildung gefördert wird, indem man Gemeinschaftskunde in allen EU-Mitgliedstaaten verpflichtend macht. Außerdem halte ich die Regelung, dass GK nur in Kombination mit Geographie nur zwei Halbjahre unterrichtet wird, für schwachsinnig. Schüler*innen sollten gerade in der Kursstufe Gemeinschaftskunde haben, da man erst in dem Alter richtig mitreden kann.“

Du hast ja vorhin gesagt, dass die beiden Parteien, die du bevorzugst, im Kontrast zueinander stehen. Wieso wählst du dann gerade die beiden?

„Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen, da man in der Politik nie vorankommt, wenn man nicht kompromissfähig ist. Politik ist die Kunst, Kompromisse einzugehen.“

 

 

EU Wahlen

Wie ihr bereits erfahren habt, hat die EU-Botschafter AG die EU-Juniorwahlen diese Woche am GSG vorbereitet. Da ihr nun auch mehr über die EU selbst wisst; hier noch einen kurzen Einblick zu den wichtigsten Infos:

Indem ihr an den Juniorwahlen teilnehmt und euch mit den Parteien und ihren Vorhaben auseinander setzt, bereitet ihr euch schon auf die späteren echten Wahlen vor. Das ist durchaus wichtig, da wir zumal alle von der Europäischen Union profitieren – jeder auf seine Weise – im Alltag, im Beruf, in der Freizeit,…

Schaut euch unbedingt die Plakate in der Aula durch, um euch ein klareres Bild von den Vorhaben der jeweiligen Parteien zu machen.

Jedoch ist Europa weiterhin von rechtspopulistischen Strömungen bedroht, was sich bereits bei der 8. Europawahl 2014 mit den 7% AfD Wählern zeigte. Bei einer Umfrage liegt der Wert für die diesjährige Wahl sogar bei 12%.

Wählen gehen bedeutet auch, an der Politik mitzuwirken, die unser tägliches Leben beeinflusst. Wir alle sind Teil davon und dafür verantwortlich, dass diese Gemeinschaft bestehen bleibt. Alle haben unterschiedliche Motivationen, an der Wahl teilzunehmen. Was ist deine Motivation ? 

PS: Beim Wählen nicht den Lichtbildausweis vergessen! 😉

EU-Woche

EU-Woche

 

Diese Woche fand die von der EU-Botschafter AG geplante EU-Woche am GSG statt. Um sicher zu sein, dass auch wirklich für jeden etwas dabei ist, haben sich verschiedene Schüler*innen für die jeweiligen Klassenstufen ein individuelles Projekt ausgedacht.

Die Unterstufe hat spannende Kahoo Quiz machen dürfen (was natürlich nicht unbelohnt blieb ;)), welche für jede Stufe angepasst wurden, während die 8.Klasse eine mitreißende Diskussion zum Brexit lieferte.

Klassenstufe 9 hingegen spielte eine Plenarsitzung des Europäischen Parlaments nach und debattierte, ob ein EU-Interrailticket für 18-Jährige eingeführt werden sollte.Es gab unter anderem heftige Diskussionen, da die Schülerinnen und Schüler ihre Partei mit den echten identifizieren konnten und so auch Argumente aus dem Alltag verwendet haben.

Die 10. Klasse hat wiederum die Chance, einen Einblick in die Realität zu bekommen, indem sie Dr. Strohm, welcher in der EU-Kommission arbeitet, Fragen stellen und einen Vortrag anhören durfte. Ebenso hatte die JS1 die Möglichkeit, die Perspektive der SPD-Abgeordneten des EU-Parlaments Frau Gebhard anzuhören.

Wir hoffen, euch hat die EU-Woche gefallen und ihr konntet etwas mehr erfahren. 🙂

Wenn ihr Interesse am Thema Europa habt, dann dürft ihr gerne am Montag in der B-Woche bei der EU-Botschafter AG vorbeischauen, welche von Frau Egeler geleitet wird. Ihr dürft euch auch gerne bei uns melden, wenn ihr Vorschläge oder Ideen habt, was wir als nächstes machen könnten. 🙂