Der GSG-Lernwald der 9. Klassen

Der GSG-Lernwald der 9. Klassen

Jedes Jahr übernehmen die 9. Klassen ein Hektar Wald und lernen gemeinsam mit eigenen Waldpädagogen des Haus des Waldes neue Seiten des Waldes kennen. Über mehrere Tage im Jahr arbeiten Schüler in Gruppen an selbst gesetzten Zielen und Projekten. Als Ausgleich zu den abgesagten Waldtagen in diesem Jahr gibt es eine Überraschung für das GSG und das Lernwald-Projekt. Mehr lesen

Ein Hektar voller Ideen!

Ein Hektar voller Ideen? Ja! Als einzige Schule in Baden Würtemberg bewirtschaften unsere 9. Klassen je einen Hektar Wald. So wird es auch demnächst bei uns sein, denn wir, die 8D, haben am 11.7.2019 unser Waldstück von der 9D übernommen. Wir erkundeten unser Waldgebiet und spielten gemeinsam mit der 9D eine selbsterfundene Blackstory. Die 9D stellte uns ihre Projekte vor: sie haben Vogelhäuser gebaut und das Jahr über bewirtschaftet; sie haben Bänke aus selbst gesägtem Holz gebaut und für einen beachtlichen Betrag, der in die Klassenkasse ging, verkauft; außerdem haben sie begonnen, eine Holzhütte zu bauen, die wir nun fertig bauen können. Zum Abschluß grillten wir gemeinsam Würstchen, Stockbrot und Marshmellows.

Nun sind wir für ein Jahr stolze Besitzer eines Stück Waldes und hoffen auf eine tolle und erlebnisreiche Zeit.

Im Namen des Volkes…

Im Rahmen des Gk-Unterrichtes, besuchte die 8D am zweiten P-Tag das Amtsgericht in Stuttgart. Pünktlich um 7:45 Uhr sind wir mit Herrn Gruber an der Schule losge-

gangen um möglichst früh am Amtsgericht Stuttgart anzukommen. Nach einen kurzen Umsteigen am Charlottenplatz, erreichten wir unser Ziel am Neckartor. Dort trafen wir uns mit Frau Rehm und gingen gemeinsam in einen Gerichtssaal.

Man denkt jetzt wahrscheinlich an ein riesigen Raum mit vielen Anwälten und Polizisten, aber da täuscht man sich gewaltig! Wir betraten einen Raum, der kleiner war als die kleineren Klassenzimmer am GSG und da waren auch gar nicht viele Menschen, sondern um genau zu sein, waren nur wir als Klasse und ein ander Anwesender da. Klein und kuschelig also :).

Nach einer sehr langen, teilweise widersprüchlichen und diskusionsreichen Verhandlung wurde der Angeklagte der Körperverletzung schuldig gesprochen. Doch an dieser Stelle darf ich leider aus Datenschutzgründen nicht weiter ins Detail gehen. Allgemein war es jedoch eine sehr interessante Erfahrung im Gericht.

 

Exkursion der NWT-Klassen 8 zur Firma Liebherr

Am vergangenen Donnerstag, dem 24. Januar, haben alle NWT- Gruppen der Klasse 8 das Werk der Firma Liebherr in Ehingen besichtigt. Liebherr ist ein Schweizer Unternehmen, das auf den Bau von Baumaschinen wie zum Beispiel Kräne spezialisiert ist, und diese Kräne, genauer gesagt Mobil- und Raupenfahrkräne, werden in Ehingen nahe der Schwäbischen Alb gefertigt.

Also fuhren am vergangenen Donnerstagmorgen drei NWT-Gruppen etwa zwei Stunden durch den Schnee nach Ehingen. Im Inneren dieses Werks war das Fotografieren aus Angst vor Betriebsspionage strengstens verboten. Deshalb gibt es leider keine Bilder. Wir bekamen alle eine gelbe Warnweste, damit wir nicht von einem Gabelstapler überfahren wurden, eine Schutzbrille als Schutz vor eventuellen Unfällen mit fliegenden Teilen und einen Kopfhörer, damit wir den Führer auch immer verstehen konnten. Danach wurden wir in zwei Gruppen unterteilt und begannen mit der Führung durch die Kranfabrik.

Zuerst liefen wir bei unter 0 Grad über einen Hof, um zur Teleskopauslegerfabrik zu gelangen. Teleskopausleger werden auf Autokränen eingesetzt. Sie lassen sich zusammenschieben und können so deutlich verkürzt werden. Unser Führer zeigte uns, wie die einzelnen Teile gefertigt und ineinander befestigt werden. Das war sehr interessant. In derselben Halle werden auch die Lehrlinge in Lehrstätten ausgebildet. Dafür haben diese eine eigene Werkstatt, in der sie üben können. Im Anschluss waren unsere Schutzbrillen sehr wichtig, da wir zu den Schweißern gelangten. Beim Schweißen fliegen viele Funken und keiner sollte verletzt werden. Zum Glück waren die Brillen bei uns nicht notwendig. Keiner von uns wurde von Funken getroffen. Was eigentlich geschweißt wurde, konnten wir nicht so genau feststellen.

In der nächsten Halle wurden die Trägerteile für die Raupenkräne gebaut. Das sind Kräne, die zwar nur in Einzelteilen transportiert werden können, sich aber über kurze Strecken auf ihren Raupenketten auch selbst fortbewegen können, dafür aber sehr große Lasten bis zu 3000t heben können

Die Motoren- und Montagehalle war die nächste Halle, die wir besichtigten. Dort werden Motoren gebaut und auch der gesamte Kran wird dort zusammengebaut.

Nach einem kurzen Mittagessen in der dortigen Kantine sind wir in die Kabinenfabrik gegangen. Hier werden Kabinen und Fahrerhäuser für Kräne hergestellt. In der Montagehalle durften wir sogar in einen Kran einsteigen. Aus dem Fahrerhaus heraus hatte man eine gute Sicht auf unsere Gruppe.

Anschließend mussten wir hinaus auf den kalten Hof. Dort haben wir die größten Kräne, die in Ehingen gefertigt werden, angeschaut. Diese Kräne können bis zu 200 Meter hoch werden. Auf dem Hof war es, durch Schnee und Kälte, sehr glatt und wir alle sind umhergerutscht. Zum Glück ist aber niemandem etwas passiert.

Etwas später gingen wir dann zur Lackierhalle. In dieser werden die Kräne nach Kundenwünschen lackiert und in der Nachbarhalle werden dann noch Logos aufgeklebt und die Kräne vor der Auslieferung geprüft. Dort haben wir die neuen Kräne für die Pioniere der Bundeswehr gesehen. Diese kosten doppelt so viel wie ein normaler Kran, weil sie rundum  gepanzert sind. Nachdem wir alles gesehen hatten, sind wir wieder in den Bus eingestiegen und nach Hause gefahren. Insgesamt hat mir diese Werksbesichtigung sehr viel Spaß gemacht und ich kann so eine Besichtigung nur allen anderen Klassen empfehlen.