Ein Hektar voller Ideen!

Ein Hektar voller Ideen? Ja! Als einzige Schule in Baden Würtemberg bewirtschaften unsere 9. Klassen je einen Hektar Wald. So wird es auch demnächst bei uns sein, denn wir, die 8D, haben am 11.7.2019 unser Waldstück von der 9D übernommen. Wir erkundeten unser Waldgebiet und spielten gemeinsam mit der 9D eine selbsterfundene Blackstory. Die 9D stellte uns ihre Projekte vor: sie haben Vogelhäuser gebaut und das Jahr über bewirtschaftet; sie haben Bänke aus selbst gesägtem Holz gebaut und für einen beachtlichen Betrag, der in die Klassenkasse ging, verkauft; außerdem haben sie begonnen, eine Holzhütte zu bauen, die wir nun fertig bauen können. Zum Abschluß grillten wir gemeinsam Würstchen, Stockbrot und Marshmellows.

Nun sind wir für ein Jahr stolze Besitzer eines Stück Waldes und hoffen auf eine tolle und erlebnisreiche Zeit.

Ein Abend in Paris – Frühlingsball GSG

Ein Abend in Paris – Frühlingsball GSG

Das ist nur eine kleine Menge an Luftballons, die aufgepumpt worden sind…

Ballons, Lichterketten, Rosen, Teelichter und eine Live-Band:

Der Frühlingsball am GSG war ein wirklich schönes Erlebnis.

Bereits ab 14 Uhr kamen die ersten engagierten Klassensprecher und SMV-Mitglieder, um beim Aufbau zu helfen. Dazu wurden in den vergangenen Monaten Ressorts gegründet, welche bestimmte Aufgaben übernommen haben. Das Marketing-Ressort kümmerte sich um das Design und den Verkauf, das Verpflegungsressort kochte am Abend und erstellte ebenfalls die Speisekarte. Dass eine Live-Band gekommen ist, ist dem Musik-Ressort zu verdanken. Für das Arrangement der Tische und der Gestaltung des Raumes ist das Deko-Ressort verantwortlich gewesen.

So sah die Tischdeko am vergangenen Freitag aus- mit Postkarten aus Paris eingeflogen!

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Nikolaus und seine Freunde

Nikolaus und seine Freunde

Auch dieses Jahr kam der Nikolaus traditionell am 6. Dezember zum GSG. Diesmal hat er sehr viele Freunde und Helfer dabei, zum Beispiel seinen Rudolph, aber auch einige Wichtel haben die lange Strecke angetreten. Wenn man genau aufgepasst hat, konnte man auch einen Weihnachtsbaum sehen, mit blinkender Lichterkette! 

Ob alle brav waren, das hat der Nikolaus und seine Truppe gefragt. Die Antwort konnte erahnt werden; im goldenen Buch aber steht wohl bei jeder Klasse drin, wie artig die jeweiligen Schülerinnen und Schüler das Jahr über gewesen waren. Da sich nicht immer jeder so vorbildlich verhalten hat, konnte jede Klasse ein Weihnachtslied singen, um beim Nikolaus ordentlich zu punkten. Egal ob „Jingle Bells“, „Oh Tannenbaum“ oder „We wish you a merry Christmas“ gesungen worden ist, die Nikolausfamilie verteilte großzügig Weihnachts-Schokolädchen; alle waren glücklich.

Wir freuen uns also wieder auf nächstes Jahr und bedanken uns bei der SMV!

Wieso? Hmm, keine Ahnung.

Gebäude werden verrückt, Zeitungen ausgehoben

Gebäude werden verrückt, Zeitungen ausgehoben

Sie wandern hin und her, sie werden verrückt, sie werden verschoben.

Wer gerade auch nicht versteht, ob der Satz als Aktiv oder Passiv aufgefasst werden soll, ist hier richtig. Wer aber eher fragt: „Wie sah eine Zeitung aus dem 19./20. Jahrhundert aus? Wie groß war Stuttgart im Jahr 1871? Gab es Gebäude, die heute verrückt

worden sind, die 10 Meter weiter links auf der Karte sind als früher?“ …ist auch nicht fehl am Platz:

Der Js2 Kurs von Hr. J. war nämlich am vergangenen Mittwoch unterwegs, in den Jahren vor unserer Geburt, vor der Geburt unserer Eltern: Wir haben uns konkret gefragt, wie an den 9. November aus dem Jahre 1938 erinnert wird, in den Jahren nach der „Reichspogromnacht“.


Was ist die „Reichspogromnacht“?

Die Reichspogromnacht ist die Nacht vom 8. auf den 9. November im Jahre 1938. Die Synagogen, die Gotteshäuser der Juden, wurden in Brand gesteckt. Überall, im gesamten deutschen Reich, in Österreich und in der Tschechoslowakei, brannten jüdische Geschäfte, jüdische Häuser. Tausende von Juden wurden misshandelt, verhaftet und viele sogar getötet. Antisemitismus (Judenfeindlichkeit) und Rassismus waren „staatsoffiziell“: Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. (https://www.lpb-bw.de/reichspogromnacht.html)


Um unserer Fragestellung nachzugehen, haben wir unseren Unterricht in das Stadtarchiv Stuttgart verlegt, wo wir gezielt nach Artikeln über dieses Ereignis in den Jahren danach gesucht haben. Nach dem Zusammentragen der Auswertungen wird es in der Aula des GSGs eine kleine Ausstellung geben, zusammen mit anderen Ergebnissen anderer Kurse und Klassen.

Zurück ins Archiv:

Das Stadtarchiv Stuttgart befindet sich in Bad Cannstatt, in einer alten Lagerhalle für Kolonialprodukte. Konkret gesagt: Es  wurden dort früher Kaffee, Tee und Gewürze aus Ländern außerhalb Europa gelagert. Nach einer Umstrukturierung und Renovierung fungiert das Gebäude als Stadtarchiv.

Zu finden sind dort ein großzügiger Lesesaal, eine öffentliche Bibliothek mit ca. 7000 Büchern aus dem 20. Jahrhundert und die nicht-

Quelle aus dem Stadtarchiv Stuttgart

öffentliche Bibliothek, aus der aber Bücher und Dokumente (Archive) abgehoben, das heißt in den Lesesaal bestellt werden können (auch älter als 1900). Im Lesesaal können die Archive analysiert und die gesuchten Informationen bestenfalls herausgelesen werden. Auch können Kopien und Abbildungen angefertigt werden, auf Nachfrage.

Die Tageszeitungen der Stuttgarter Zeitung befinden sich auf einem Mikrofilm, der zuerst in einen entsprechenden Scanner eingelegt werden muss. Dort kann dann -weiß auf schwarz- in die Berichte und Artikel (aktuell bis zum Jahr 2016) gestöbert werden. Um schneller auf Suchergebnisse zu stoßen, kann im Voraus schon im Internet (–>Findbuch) nach Treffern gesucht werden. Die Dokumente können allerdings nicht abgerufen werden (nur häufig angefragte), da die Datenmenge viel zu groß wäre, um sie auf eine Online-Plattform zu stellen. Es ist eine unvorstellbar große Anzahl an Kilometern Daten; viele dieser Archive wurden dort einfach abgegeben, aber nie geöffnet. Es gibt also noch sehr viel Unentdecktes, Unberührtes.

Wer also Lust hat, in die Zeit vor 2000 zu schnuppern oder doch nach etwas Konkretem sucht, kann sich im Stadtarchiv zu den regelmäßigen Öffnungszeiten hinbegeben.

Schließlich ist es vielleicht doch ganz interessant zu wissen, wessen Platz das eigene Zuhause vor vielen Jahren eingenommen hat, oder ob es den konkreten Stadtteil überhaupt schon gegeben hat und er nicht nur aus Feldern und Wiesen bestanden hat.

Zurück zum Anfangssatz: Wurden die Gebäude wirklich verrückt? Wer weiß. Infos gibt es im Stadtarchiv!