„Deutsch, emanzipiere Dich!“ – Wie eng Sprache und Realität zusammenhängen (Ein Kommentar)

Da ist sie wieder, die Emanzenkultur, schleicht sich unauffällig von hinten an und vergreift sich dieses Mal sogar an der deutschen Sprache – unerhört! Alles muss man umändern, einführen, verkomplizieren, auf alles muss man achten, nur um jede mögliche Art der Diskriminierung oder Vernachlässigung zu vermeiden. Wenn man so viel auf Sprache achtet, verstünde man sie ja womöglich nicht mehr, da es doch so schwer ist, mehr als ein Geschlecht aktiv in die Sprache zu integrieren. Mehr muss ich dazu nicht sagen, oder? Sie merken es ja selbst: Sprache und Gleichberechtigung, das ist so ein Thema. Es ist keine neue Debatte, doch abgeschlossen ist sie keinesfalls. Immer wieder aufs Neue streitet man sich darüber, ob es nun reicht, ständig das generische Maskulinum zu verwenden und es damit zu begründen, die Frauen seien doch mitgemeint. Doch reicht es Frauen heute, im 21. Jahrhundert tatsächlich lediglich mitgemeint zu sein?

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Ballade: Die (Lungen-)Pest

Die (Lungen-) Pest

Wer rast so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind.

Er hält der Jungen lieb am Arm,

der Gurt hält sicher, das Auto ist warm.

„Mein Sohn, was bist du so rot im Gesicht?“

„Spürst ,Vater, du mein Fieber nicht?

Und auch die Nase geht mir zu!“

„Wir sind gleich beim Doktor, dann hast du Ruh!“

„Ich bin dein Freund, ich bin die Pest,

ich halte dich fest!

Und lass die Abwehrkräfte weg,

die haben gegen mich gar keinen Zweck.“

 

„Mein Vater, mein Vater, ich bin in Not!

Hörst du das Bakterium, das mir droht?“

„Mein Sohn, mein Sohn, du wirst gleich sehn,

mit Medizin wird alles vergehn!“

 

„Krankes Kind, es ist bald vorbei,

ich verdopple mich eins- zwei- drei,

das gibt eine schöne Schweinerei,

und Lungenentzündung ist auch dabei!“

 

„Mein Vater, mein Vater, der Hals tut so weh

Und Schmerzen habe ich bis zum Zeh!“

„Mein Sohn, mein Sohn, wir sind bald da,

da wird dir geholfen, sicher klar!“

 

„Ich liebe dich mein Junge

und ganz besonders deine Lunge.“

„Mein Vater, mein Vater, das Atmen wird schwer

Ich bekomme keine Luft nicht mehr!“

 

Der Vater fährt so schnell er kann

und kommt endlich beim Doktor an.

Der Doktor dreht nach der Flasche sich um

und gibt dem Kind ein Antibiotikum.

      oder

Der Doktor sitzt beim Abendbrot

bis er kommt, das Kind ist tot.

 

von Tim Waldmann, 7b

Wer ist der Held vom Hudson?

Im Rahmen eines Balladen-Projekts der Klasse 7b entstanden tolle moderne Texte, die Schüler selbst verfasst haben. Lies selbst – vielleicht erkennst du ja, welche Ballade als Vorlage gedient hat…

 

Wer ist der Held vom Hudson?

Das Wetter war gut, es gab kaum Wind,

nach Charlotte wollten wir ganz geschwind.

Doch zwei Minuten nach dem Start

traf etwas die Turbinen ganz schön hart. Mehr lesen