Klosterwochenende der Klasse 8B

Klosteraufenthalt der Klasse 8B in Münsterschwarzach

Letzte Woche vom 11. bis zum 13. Februar reiste die Klasse 8B mit Frau Hummel und Frau Rech-Rapp nach Münsterschwarzach nahe Würzburg. Im Lehrplan für Klasse 8 ist ein Klosterbesuch vorgesehen.

Unsere Reise startete also am 11. Februar um 13:45 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof. Unser Zug wäre eigentlich um 13:50 Uhr abgefahren, aber da die Deutsche Bahn Verspätung hatte, fuhr unser Zug erst mit 6 Minuten Verspätung ab. Es war geplant, dass wir am Nürnberger Hauptbahnhof zum Umsteigen ebenfalls 6 Minuten haben. Nun, wer in Mathematik gut aufgepasst hat, dem wird auffallen, dass wenn wir 6 Minuten Umsteigezeit haben und 6 Minuten zu spät losfahren, also 6 Minuten – 6 Minuten = 0 Minuten Umsteigezeit, wir diesen Regionalzug in Nürnberg niemals rechtzeitig hätten erreichen können. Ich weiß bis heute nicht, wie Frau Hummel es geschafft hat, den Zugfahrer zu bestechen, sodass der Regionalzug auf uns gewartet hat. Wir fuhren also zuerst etwa 3 Stunden mit einem Zug nach Nürnberg und dann mit einer Regionalbahn noch etwa 1 Stunde nach Kitzingen. In Kitzingen mussten wir weitere 30 Minuten auf unseren Bus warten. Von dort fuhren wir noch einmal etwa eine halbe Stunde mit diesem Bus und standen also etwa 5 Stunden nach unserer Abfahrt vor der Münsterklause, wo wir für die nächsten Tage untergebracht waren.

Leider war der Mönch, der uns an diesem Abend Zutritt gewähren sollte, beim Abendgottesdienst und wir warteten noch etwa 45 Minuten, bevor wir endlich aus der Kälte ins warme Haus durften. Danach folgte die Zimmereinteilung. Es gab 3er- und 4er-Zimmer. Ich landete mit 3 meiner Freunde in einem 4er-Zimmer. Man erklärte uns noch, dass wir auf keinen Fall Deo benutzen dürften, da die Rauchmelder sehr empfindlich seien, und sonst die Feuerwehr alarmiert würde und das sehr teuer wäre.

An diesem ersten Abend kochten einige Schüler meiner Klasse Spaghetti mit Tomatensoße. Für meinen Geschmack hätten die Nudeln länger gekocht werden können, aber – na gut – man konnte sie essen.  Nachdem wir ausgepackt hatten, gingen wir an diesem Abend früh ins Bett.

Am nächsten Morgen musste ich gemeinsam mit einem meiner Zimmerkameraden den Frühstückstisch decken. Unser Speisesaal war groß und geräumig.

Und auch unsere Küche war sehr gut ausgerüstet.

Der Mönch Bruder Samuel führte uns nach dem Frühstück über das Klostergelände. Zuerst sahen wir das Torhaus.

Danach führte er uns zur großen Klosterkirche. Etwas später liefen wir dann am Egbert Gymnasium vorbei. Das Egbert Gymnasium gehört fest zum Kloster und ein paar Mönche unterrichten sogar dort. Er führte uns danach zum klostereigenen Fair Trade Laden. Da das Kloster ein Missions-Benediktiner Kloster ist, werden dort Missionare ausgebildet. In diesem Laden werden z. B. Schnitzereien aus Tansania verkauft.

Als wir wieder zurück in unserem Haus waren, durften wir noch ein paar sehr persönliche Fragen an den Mönch stellen. Aber diese Fragen würden diesen Artikel zu lange machen. Unser Mittagessen wurde von Mönchen gekocht und schmeckte naja. Der Kommentar der Lehrer dazu: „Das Essen war auch wirklich schlecht.“ Und wenn ein Lehrer so etwas sagt, dann ist das Essen wirklich schlecht! Danach besuchten wir den Mittagsgottesdienst in der Kirche. Es war schön, aber man hat kein Wort von dem, was die Mönche gesungen haben, verstanden. Das war auch beim Abendgebet nicht besser. Zum Abendessen gab es mangels großer Auswahl im Supermarkt wieder Nudeln mit Tomatensoße. Am nächsten Morgen fuhren wir wieder nach Hause. Wir mussten schon vor dem Frühstück gepackt haben und nach dem Frühstück mussten wir unsere Zimmer noch staubsaugen. Danach warteten wir wieder auf den Mönch, damit dieser unsere Zimmer abnahm. Ich habe diese Zeit für ein Interview mit den Lehrern genutzt.

Auf meine erste Frage, ob es ihnen gefallen hätte, antworteten beide, dass es ihnen sehr gut gefallen habe und es in Münsterschwarzach besser sei als in Neresheim. Das Beste war für beide die Gebetszeit und das Gespräch mit dem Mönch. Nicht gefallen hat ihnen, dass auch nach Nachtruhe noch Schüler in den Zimmern laut waren und dass trotz Verbots Schüler ihre Handys dabei hatten. Dies bezog sich allerdings nur auf Handys und nicht auf Kameras, was gut war, denn sonst hätte ich keine Bilder machen können. Die einzige einstimmige Antwort beider Lehrer war auf die Frage, ob sie mal wieder mit uns ins Schullandheim gehen würden,  JA! Dann mussten wir losfahren und die Rückfahrt dauerte etwa gleichlang wie die Hinfahrt.

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2 Gedanken zu „Klosterwochenende der Klasse 8B

  • 16. März 2019 um 8:43
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    Danke Tim! Klasse geschrieben

  • 16. März 2019 um 13:21
    Permalink

    Tim ich finde den Bericht sehr gut und hoffe du machst weiterhin so tolle Beiträge für unsere Schülerzeitung.

Kommentare sind geschlossen.