Was der Kohleausstieg bedeutet – Der Wirtschaftskurs auf Exkursion

Am Dienstag den 11.02. ist der gesamte Wirtschaftsleistungskurs zum Kraftwerk in Altbach/Deizisau gefahren. Ziel war es einen Einblick in die Möglichkeiten zu bekommen, wie das Klima effektiv und wirtschaftlich nachhaltig geschützt werden kann.

Die erste Hürde, die es zu überwinden galt, war der strömende Regen. Nachdem wir schließlich trotz Sturm und Regen völlig durchnässt doch angekommen waren, hat uns der Kraftwerksleiter Georg-Nikolaus Stamatelopoulos empfangen und einen Vortrag zur Energiewende bei der EnBW gehalten. Insgesamt war der Vortrag sehr weitreichend und ausführlich und hat das Thema der Energiewende, entgegen der Erwartungen, sehr objektiv und weniger aus der Perspektive der Energiebranche angeschnitten. Danach gab es die Möglichkeit zum Austausch. Herr Stamatelopoulos hat alle Fragen ausreichend und gut beantworten können, sodass am Ende jeder an Wissen bereichert war.

Danach haben wir eine Führung durch den Block 1 des Kraftwerks bekommen. Es war wirklich verwunderlich, wie viel mehr in einem Kraftwerk geschieht, als die schlichte Verbrennung von Kohle. Unter anderem entstehen dort Zusatzstoffe für Beton, Teer und Pflanzendünger. Auch die gigantischen Ausmaße des Kraftwerks hat uns eine andere Perspektive vermittelt. Es scheint doch nicht so einfach zu sein, ein bestehendes Kraftwerk einfach so zu schießen, wie es von Politikern oft gefordert wird. Es gehört schon deutlich mehr dazu!

Nach der Führung haben wir noch auf dem Kraftwerksgelände zu Mittag gegessen. Danach sind wir mit der S-Bahn in die Stadt weitergefahren, um dort in der Landeszentrale für politische Bildung eine Diskussion zu führen. Die beiden eingeladenen Gäste waren die Klimaaktivistin Nisha Toussaint-Teachout und der Landesvorsitzender der Grünen Oliver Hildenbrand. Insgesamt hat der Wirtschaftskurs in den zwei Stunden doch sehr kritische Fragen gestellt. Im Großen und Ganzen hat es sich darum gedreht, was auf kommunaler und Landesebene gegen den Klimawandel getan werden kann. Vor allem wurde über die Fridays-for-Future-Bewegung und die Arbeit der Partei der Grünen gesprochen. Die beiden Gäste konnten uns insgesamt einen guten Einblick in die Vorgänge in die Klimapolitik und ihre Sichtweise auf die Energiewende geben.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Tag sehr abwechslungsreich war und allen einen guten Einblick in die Energiebranche, die Klimapolitik und in die Möglichkeiten für die Klimawende gegeben hat.

Bennet Kinner, JS 1

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