Gedenkstätte Dachau

Die neunten Klassen besuchten am P-Tag, dem 21. Oktober 2019 die Gedenkstätte in Dachau, Bayern. Es ging bei dieser Geschichtsexkursion zum einen um das KZ und den Holocaust, zum anderen um die NSDAP und die SS.

Wir fuhren morgens in aller frühe um 7 Uhr mit zwei Bussen in Richtung Bayern. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir an der Gedenkstätte an.

„Dachau ist eines der ältesten Konzentrationslager. Dort wurden vor allem die SS-Leute ausgebildet, darum ist das eigentliche Lager auch so klein“, erklärte uns der Historiker, der uns durch die Gedenkstätte führte, am Eingang des KZ.

Wir betraten den Appellplatz, auf dem die Anwesenheit der Häftlinge überprüft wurde, durch das große Eingangstor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“. Der Appell jeden morgen diente aber nicht nur der Anwesenheit, sondern die Gefangenen wurden dort auch vor anderen bestraft. In einem KZ kam es öfters vor, dass jemand über Nacht an Erschöpfung starb. Die Gestorbenen mussten dort vor den SS-Aufseher getragen werden und wurden dann einfach aus einer Liste gestrichen.

Das gesamte Lager sollte wie von selbst funktionieren, deswegen wurden die Gefangenen gegeneinander ausgespielt und es herrschte eine strenge Hierachie. In dem riesigen Wirtschaftshaus waren die Duschen, die Küche und andere Arbeitsplätze untergebracht. Wie in jedem Teil des Konzentrationslagers war das riesige Haus vor dem Appellplatz auch ein Ort des Schreckens und der Ungerechtigkeit.

In den Baracken schliefen und aßen die Gefangenen eng aufeinander, selbst auf der Toilette gab es keinerlei Privatsphäre. Hier erzählte uns der Historiker von grauenhaften Menschenversuchen, die oft von Ärzten durchgeführt wurden, um deren Karrieren voranzutreiben. In den Krankenbaracken wurde den Gefangenen nur die Hälfte des Essens zugeteilt und im kalten Winter erfroren viele von ihnen.

An dem Zaun des Lagers gab es eine Linie, die von den Gefangenen nicht übertreten werden durfte. Danach gab es einen Graben und einen elektrischen Zaun. Kein Gefangener floh je aus Dachau.

In den Krematorien wurden die Leichen, die bei der Arbeit umkamen, verbrannt. Menschen, die als arbeitsunfähig galten, wurden mit Giftgas in einem sogenannten „Brausebad“ ermordet.

Das Konzentrationslager wurde sehr spät befreit, davor wurden noch viele politische Gefangene auf Befehl hin getötet, bis dann das Lager 1945 von den Amerikanern und Angehörigen der Gefangenen befreit wurde.

Die SS-Leute, die als Aufseher in dem KZ fungierten, waren oft ganz normale gebildete Leute. Nach der „Arbeit“ erwarteten sie zu Hause vor dem Lager oft ihre Kinder. Viele glaubten einfach nicht mehr, dass das Menschen waren, die dort ermordet wurden oder sie behaupteten, dass sie einfach ihre Befehle ausgeführt haben.

Die Führung durch das Konzentrationslager der Nationalsozialisten war für uns alle sehr erschreckend, aber wir finden es wichtig, dass an so ein grauenhaftes Verbrechen erinnert wird.

Beitrag: Viktor

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