EINE SITUATION, DIE NIEMAND KANNTE, BIS SIE DA WAR…

von Colin R. Helmer

Ein Virus kann uns selber aus der Bahn werfen, wenn wir mal die Grippe bekommen und dann Tage lang im Bett liegen. Dann aber sind nur wir betroffen und nicht viele Menschen müssen wir zuhause bleiben.

Doch nun war es anders, nach dem Ausbruch von Covid-19 waren allerdings alle zuhause. Eine Situation, die alle Lebensbereiche trifft und schnell waren über 90% der Menschen in Deutschland zuhause. Auch wir Kinder merken das stark, da die Schule schließt und wir müssen zuhause arbeiten und lernen.

Viele haben Anfangs gejubelt und sich gefreut, dass keine Schule mehr ist. Doch wie ist es jetzt nach 13 Wochen Quarantäne? Ich habe mich durchgefragt und viele Schüler und Schülerinnen gefragt, wie es ihnen aktuell in der besonderen Situation geht.

Das Lernen ist ganz anders und unterschied sich anfangs noch stark von unserem System in der Schule. Von den Schülern wird sehr viel selbstständiges Lernen gefordert. Arbeitsblätter und Aufgaben müssen gelesen und bearbeitet werden und Stoff muss im Buch erarbeitet werden.

Bei meinen Recherchen bin ich häufig auf Schülerinnen und Schüler gestoßen, die gesagt haben, dass sie nicht damit klarkommen, da man in der Schule nicht so viel selbstständig arbeiten muss. Viele Schülerinnen und Schüler haben sogar nicht einmal die Aufgaben bearbeitet oder haben nur die Lösungen abgeschrieben, denn die eigene Konsole oder der PC ist interessanter als ein weiterer Deutsch Aufsatz oder eine weitere Mathe Rechnung.

Doch wie wirkt sich das auf die weitere Schullaufbahn aus? Können die Schülerinnen und Schüler das alles nachholen und mithalten, wenn es komplexer und schwieriger wird?

Auch das habe ich viele der Betroffenen gefragt und die Antworten waren zwar vorhersehbar, allerdings für viele auch erschreckend. Diejenigen, die die Aufgaben nicht immer ausführlich gemacht haben oder kaum bearbeitet haben, sagen selbst, dass sie sehr starke Probleme haben im aktuellen Onlineunterricht mitzuhalten. Manche der befragten sagten mir auch, dass sie sehr viel nacharbeiten mussten, um wieder auf das Level des Unterrichts zu kommen.

Und wie ist es aktuell mit Microsoft Teams und dem Onlineunterricht? Ist es produktiver, gar besser?

Überraschenderweise sind viele Schülerinnen und Schüler hin- und hergerissen. Trotz dem Kontakt mit den Lehrern, die einen beim Lernen unterstützen können und bei Fragen helfen können, sind die technischen Probleme bei manchen Schülern sehr groß. Zwar ist Microsoft Teams ein stabiler Service, jedoch nicht problemfrei auf jedem Gerät und das Problem mit dem nicht vorhandenen oder funktionierenden Mikrofon ist auch sehr groß und verhindert einen reibungsfreien Unterricht.

Jetzt klingt das alles nur mittelmäßig und hört sich lange nicht so gut an wie Schule in einem

Klassenraum. Und das stimmt auch, denn viele Schüler sagen es zwar nicht gerne, aber wünschen sich die Schule wie sie war zurück. Aber um nicht nur ein Auge auf das GSG zu werfen, viele Schüler an anderen Schulen, haben nicht das Privileg, Onlineunterricht

Nutzen zu können. Das GSG war nach meinen Recherchen eine der sehr schnellen Schulen, die ein geschlossenes System über Teams auf die Beine gestellt hat. Andere Schulen haben Anfangs nur einmal die Woche eine kurze Besprechung online und mussten weiterhin selbstständig Aufgabenpakete bearbeiten.

Daher geht an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Schulleitung, die durchgehend für alle Fragen bereitstand und alles gegeben hat, um uns ein gutes Lernangebot zu bieten.

Ebenfalls möchte ich einen Dank an unser Technikteam des GSGs richten, die nicht nur in der Anfangsphase, sondern auch immer noch für alles technische da sind und gerne helfen, wenn es Fragen gibt.

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